Üben mit Audiofiles

Üben mit Audiofiles

Mit den hier beschriebenen Apps können vorhandene Audiodateien an eigene Übe-Wünsche und -Erfordernisses angepasst werden, z.B. Originalsongs oder im Rahmen des Unterricht bereit gestellte spezielle Playalongs.

 

Die wichtigsten Funktionen dieser Anwendungen sind:

  • Beliebige Bereiche in Endlosschleife wiederholen.
    –> einzelne Teile können gezielt und oft hintereinander geprobt werden
  • Das Abspieltempo verändern
    –> man kann z.B. zunächst in einem langsameren Tempo üben und es später steigern.
  • Die Tonart transponieren (die Tonhöhe definiert verändern)
    –> die Melodie kann in eine besser singbare Lage gebracht oder leichter spielbare Akkorde erreicht werden

 

Software gibt es als Smartphoneapp, für den PC und browserbasiert.

Beschrieben ist jeweils ein Beispiel, das ich selbst getestet habe und empfehlen kann.

 

Für das (Android) Smartphone oder Tablet

Music Speed Changer

Gibts als kostenlose Version.

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.smp.musicspeed&hl=de
(Sicherheitshalber über diesen Link gehen, da es noch eine App mit gleichem Namen gibt.)

Beste Smartphone-App, die ich kenne. Gute Funktionen, übersichtliches Design, Wellenform des Files zur groben Orientierung, Bedienungsanleitung. Ermittelt z.B. nach Laden des Files automatiosch das Tempo und die Tonart.

Perfekt wäre es, wenn man mehrere Loop-Bereiche definieren und die Einstellungen speichern könnte, doch das ist Jammern auf wirklich hohem Niveau bei einem kostenlosen Tool….

 

Für den PC

Phrase Trainer 2

hat einen sehr großen Funktionsumfang und erfordert etwas deshalb auch etwas mehr Eindenken als “Tunetranscriber”, dennoch komfortabel und überschaubar. Kostet € 20, sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Alle Einstellungen können pro Datei gespeichert werden, so das man beim nächsten Mal mit den definierten Loops etc. direkt weiter machen kann.

http://www.desktopmetronome.com/wpsite/

 

Im Webbrowser

Auf dem PC braucht nichts installiert werden, nach dem Hochladen eines MP3 Files vom eigenen PC findet alles Weitere auf dem Server des Anbieters statt.

Tunetranscriber

ist übersichtlich und beschränkt sich auf die Kernfunktionen.
Datei hochladen, ein paar Eingaben machen, üben….
Die kostenlose Version ermöglicht Tempoanpassungen und Bereichswiederholungen (loopen).
Nutzt man es häufiger, sind die € 25 für eine Pro-Version gut angelegt. Dann gibt es keine Werbung mehr, man kann alle Parameter zu einem Song speichern (und beim nächsten Mal nahtlos weiter machen, Änderungen der Tonhöhnen (transponieren) vornehmen oder die geänderten Files wieder als MP3 auf den eigenen PC downloaden.

https://www.tunetranscriber.com/

 

Mit diesen Anwendungen habe ich persönlich gute Erfahrungen gemacht.
Daneben gibt es noch etliche weitere (bestimmt auch gute), die man dann aber vorab testen sollte.

 

Von Apple habe ich mich immer fern gehalten und kann deshalb auch nichts empfehlen. Da gibt’s aber natürlich Ähnliches, sehr beliebt ist z.B. “Anytune”.

Plattform Patreon

Plattform Patreon

Patreon ist eine Plattform, bei der Kreative ihre Angebote einstellen können, der Zugriff erfolgt über Abonnements. Die Verwaltung regelt Patreon, von hier erhalten die Kreativen dann nach Abzug einer Gebühr die Abonnementbeiträge. Inhalte sind meist Videotutorials und Dokumente.

Die Anbieter von Ukuleleinhalten haben in der Regel verschiedene Abonnementmodelle, über die der Zugriff auf mehr oder weniger Inhalte geregelt ist. Hört sich komplizierter an, als es ist.

Die Mindestgebühr beträgt bei den meisten Anbietern 1-3 € pro Monat und mit diesem Level dürften die meisten ausreichend Ukulelestoff erhalten. Eine Kündigung ist jederzeit zum Ende eines Monats möglich. Die Abrechnung erfolgt über Paypal oder Kreditkarte.

Dies sind die Anbieter mit den aktuell (April 2022) meisten Abonnenten. Der Output einiger Ukulele-Kreativen ist immens, allein Tyler Austenfield veröffentlicht jeden (!) Mittwoch und Samstag ein neues Tutorial, Abonnenten haben bei ihm Zugriff auf mittlerweile fast 700 Beiträge mit Songs und themenspezifischen Inhalten wie Improvisation, Blues, Schlagmuster, Chord-Melody….

Es gibt noch viele weitere Anbieter, die manchmal Spezialgebiete abdecken und interessant sein können. Darüber hinaus gibt es Etliche, die deutlich weniger Tutorials veröffentlicht haben, manchmal auch mit indiskutablem Preis/Leistungsverhältnis. Klickt euch einfach mal durch, ist wirklich interessant.

Die Videos selbst gibt es i.d.R. auch kostenfrei bei YouTube direkt, allerdings gibt es nur bei Patreon zusätzlich das zugehörige .pdf mit den Noten und anderen Inhalten.

Welche Ukulelist:innen für euch interessant sind, hängt neben den Inhalten auch von eurem Geschmack hinsichlich Persönlichkeit und Vermittlungart ab. By the way: Alle relevanten Ukuleleangebote sind in Englisch, der deutschsprachige Markt ist wohl doch zu klein.

Ich selbst  bin regelemäßiger Abonnenent von Stu Fuchs (Ukulele Zen) und Tyler Austenfeld, war aber bei etlichen Anderen kurzzeitig angemeldet, meist wenn mich eine bestimmte Sache aus deren Angebot besonders interessiert hat.

Die veröffentlichten Beiträge sind qualitätiv hervorragend, was man in dieser Verläßlichkeit nicht über alle im Netz vertretenen Ukuleletutorials sagen kann.

Aus meiner Sicht eine rundherum empfehlenswerte Sache: Super Tutorials zu absolut fairen Preisen mit kurzfristiger An- und Abmeldemöglichkeit. Prima, wenn man was Bestimmtes sucht oder einfach mal mehr Zeit hat und in interessanten Inhalten stöbern möchte.

Hier ist der Link zu Patreon …

Gurt? Gurt!

Gurt? Gurt!

Die Frage, ob eine Ukulele besser mit oder ohne Gurt gespielt wird, ist fester Bestandteil eines jeden Einsteiger:innen-Workshops.

Befördert wird die Unklarheit auch dadurch, dass Ukulelen fast immer ohne Gurtpin geliefert werden. Insbesondere im unteren Preissegment wäre das aus meiner Sicht aber sehr sinnvoll.

Ich empfehle in jedem Fall einen Gurt zu benutzen. Warum sollte man sich die Sache komplzierter machen, als sie ohnehin ist? Es gibt genug zu tun mit Schlagmustern, Akkordwechseln etc., warum sollten beide Hände (und die Aufmerksamkeit) noch mit dem vermeidbaren Job belastet werden, die Ukulele in Position zu halten?

Das war meine persönliche Erfahrung beim Lernen, das sehe ich in den Kursen und das sehe ich in den Videos fast aller Ukulelevirtuosen weltweit. Es gibt Ausnahmen, die wohl eher kulturell geprägt sind und klar, es gibt auch einige ohne Gurt spielende Topspieler:innen. Doch die Mehrheit spielt mit … und das wird seinen Grund haben.

Wer eine Ukulele hat und einen Gurt befestigen möchte, braucht einen Gurtpin, für das Loxx-System zwei. Es ist kein Problem, diese nachträglich anzubringen.

Und, nein, ordentlich angebrachte Pins beeinflussen den Klang nicht!

Gurtempfehlungen gibt es hier …

Mehr zu Gurtpins gibt es hier …

Gurtpins

Gurtpins

First: Ohne Gurtpin kein Gurt.

Es gibt i.W. drei verschiedene Möglichkeiten/Systeme:

  • der Gurtpin wird an der Ukulele befestigt, der Gurt eingehängt. Abnehmen ist immer etwas fummelig, die Kombi mit einem Tonabnehmereingang weit verbreitet, aber problembehaftet (Bsp für diese erste Möglichkeit: wenn der Pin vorinstalliert oder am Eingang eines Tonabnehmers ist oder ein Pin beim Gurtkauf dabei ist)
  • der Gurt ist fest mit dem Pin und der Ukulele. Abnehmen ist aufwändig, dafür rutscht er aber nicht versehentlich raus (Bsp. Planet Waves-Pin).
  • der  Gurt wird ein- und ausgeklickt. M.E. das Beste beider Welten: Flexibel und gleichzeitig sicher (Bsp: Loxx-System)

Einen Gurtpin kann man gut selbst anbringen oder (bei Hemmungen oder ausgeprägter Heimwerker-Phobie) einem guten Musikgeschäft anvertrauen. Bei Eigenmontage bitte darauf achten, dass von innen an der betreffenden Stelle ein Hoilzblock angebracht ist. Bei 99% aller Ukulelen ist das zwar so, aber zur Sicherheit. Passieren kann auch dann nichts, die Pins halten aber letztlich nicht.

 

 

Hier erklärt Andreas David sehr anschaulich die verschiedenen Möglichkeiten.

Für Heimwerker:innen und wen das sonst noch interessiert.

Gurtempfehlungen

Gurtempfehlungen

Es gibt in Deutschland ein paar Firmen, die sich auf die Herstellung von Gurten spezialisiert haben. Die sind qualitativ und funktional hervorragend und wem das Design zusagt, findet hier den Gurt für eine lange Ukulelezeit. Sie sind handgefertigt und das hat einen Preis jenseits von € 80. Als Beispiel möchte ich hier die Fa. Steyer nennen. Es gibt sicher noch andere empfehlenswerte Manufakturen (die sich im Web auch leicht finden lassen), von dort habe ich jedenfalls selbst einen Gurt und bin sehr zufrieden. Es gibt verschiedenen Produklinien und Konfigurationsmöglichkeiten und sogar die Möglichkeit, bei Bedarf eine indivduelle Gravur einarbeiten zu lassen. https://steyner.de/ Wer preislich nicht so weit gehen möchte, auch weil dann evtl. die Ukulele selbst preiswerter als der Gurt war :-), kann ebenfalls aus einem ordentlichen Angebot wählen. Hier hatte ich zwar schon mal welche, die einfach zu kurz waren, aber meist passt das schon und ist wirklich ok. Also ausprobieren im Geschäft, online-affine Menschen können es ja bei Bedart problemlos zurückschicken. Beispiellinks gebe ich keine, da sich das immer mal wieder ändert. Der Suchbegriff “Ukulele Gurt” bei Amazon oder Thomann führen euch zu einer reichen Auswahl. P.S. ein Gurt braucht als Gegenstück an der Ukulele einen Gurtpin. Mehr dazu hier…